Thailändische Gerichte verpassen elumeo SE Group schweren Schlag - Arbeiter dürfen Vermögenswerte der PWK beschlagnahmen - Betreiber von Juwelo TV inmitten eines Sturms von Rechtsstreitigkeiten

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DGAP-News: Roderich Schaetze, Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

/ Schlagwort(e): Insolvenz/Rechtssache

Thailändische Gerichte verpassen elumeo SE Group schweren Schlag - Arbeiter

dürfen Vermögenswerte der PWK beschlagnahmen - Betreiber von Juwelo TV

inmitten eines Sturms von Rechtsstreitigkeiten (News mit Zusatzmaterial)

18.09.2019 / 22:57

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Thailändische Gerichte verpassen elumeo SE Group schweren Schlag - Arbeiter

dürfen Vermögenswerte der PWK beschlagnahmen - Betreiber von Juwelo TV

inmitten eines Sturms von Rechtsstreitigkeiten

Chantaburi (Thailand) / Berlin (Deutschland), 19. September 2019 - Die Kette

der katastrophalen Ereignisse für die elumeo SE, den Betreiber von Juwelo

TV, geht weiter. Nach fragwürdigen Entscheidungen der Manager Wolfgang Boyé,

Thomas Jarmuske und Bernd Fischer befindet sich das Unternehmen im freien

Fall und zieht die Tochtergesellschaften mit. Nach einem Beschluss des

thailändischen Arbeitsgerichts vom 12. September 2019 können ehemalige

PWK-Mitarbeiter, die weder Gehalt noch gesetzliche Abfindungen erhalten

haben, nun das Eigentum des Unternehmens verwerten (Az. Ror 757/2662). Die

Arbeitnehmer können nun unverzüglich das Gelände der PWK betreten, alle

Vermögenswerte identifizieren und sie zum Verkauf anbieten, um ihre nicht

bezahlten Gehälter und Abfindungen zu kompensieren. Damit lässt sich die von

elumeo auf der Hauptversammlung behauptete Strategie der geordneten

Liquidation nicht mehr umsetzen. Vor diesem Hintergrund dürften die

gebildeten Rückstellungen in Höhe von 7,7 Millionen Euro unter keinen

Umständen ausreichen. Mit weiteren Belastungen ist zu rechnen.

Das elumeo-Management befindet sich derzeit inmitten eines heftigen Sturms

von Rechtsstreitigkeiten: Gegen die Manager Wolfgang Boyé, Thomas Jarmuske

und Bernd Fischer wird sowohl in Deutschland als auch in Thailand wegen

Betrugs ermittelt. Die SWM Treuhandgesellschaft AG reichte für die

Tochtergesellschaft und Produktionsfirma von elumeo, die PWK Jewelry Limited

(Thailand), eine zehn Millionen Euro Klage ein. Darüber hinaus klagt der

ehemalige Lieferant Kat Florence Design Limited gegen die elumeo SE auf

Schadensersatz wegen Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen. Auch ein

ehemaliges Verwaltungsratsmitglied hat Klagen gegen die elumeo SE erhoben

wegen rechtswidriger Verwaltungsratsbeschlüsse, die vom Vorsitzenden

Wolfgang Boye durchgesetzt wurden. Ebenfalls reichte auch die Ottoman

Strategy Holdings SA (OSH), Hauptaktionärin der elumeo SE, eine Klage ein,

in der sie vorsätzlich gemachte, falsche Aussagen des Vorsitzenden Wolfgang

Boyé anprangert und die Nichtigkeit u.a. der Wahl von Ingo Stober geltend

macht. Eine weitere Klage auf sofortige Bestellung eines Sonderprüfers zur

Untersuchung der Machenschaften des Managements von elumeo in Bezug auf die

Situation in Thailand, mögliche Steuerverkürzungen, sowie der sich ständig

verschlechternden Finanzlage des Unternehmens ist in Vorbereitung.

Im vergangenen Jahr, im Dezember 2018, ordnete das Management von elumeo die

"solvente Liquidation" der PWK Jewelry Company an, ohne etwas von ihren

Schulden in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro für Schmuck zu bezahlen, der

mit Bankkrediten in Thailand hergestellt und nach Deutschland exportiert

wurde. Darüber hinaus forderte das Management von elumeo, anstatt dem

PWK-Management einen kohärenten Plan für die Liquidation vorzulegen, dass

die PWK-Direktoren eine Lösung für die finanziellen Schwierigkeiten finden,

die durch das Management der elumeo SE verursacht wurden. Sie forderten die

PWK-Direktoren dazu auf, die Gehälter und Gläubiger mit vermeintlich "leicht

zugänglicher Liquidität" zu bezahlen, die u.a. aus Firmenvermögen wie

Gebäuden besteht, die allerdings unter der Hypothek der Siam Commercial Bank

(Thailand) stehen. Auch sollten die Gläubiger aus einer erst in mehreren

Jahren zu erwartenden Mehrwertsteuerrückerstattung, oder aus einem

verbleibenden Bestand an nicht verwendeten, übrig gebliebenen Edelsteinen

(die meisten von ihnen auch nicht an die Lieferanten gezahlt) befriedigt

werden.

Diese Unfähigkeit von elumeo, eine Lösung für die von ihnen verursachte,

große finanzielle Lücke zu finden, veranlasste nun die unbezahlten Arbeiter

der PWK-Fabrik, ihre Rechte vor thailändischen Gerichten geltend zu machen.

Am 12. September 2019 wurden sie vom thailändischen Arbeitsgericht der

Region 2 unter der Aktenzeichen Ror 757/2662 mit einem

Vollstreckungsbescheid ausgestattet, nach dem 488 ehemalige Mitarbeiter der

PWK zu "Vollstreckungsbeamten zur Einziehung und Beschlagnahmung des

Vermögens des Schuldners" ernannt wurden. Die Arbeiter haben nun das Recht

das Gelände der PWK zu betreten, alle Vermögenswerte zu identifizieren und

diese zu verkaufen.

Dies ist ein enormer Schlag für die elumeo-Gruppe, denn zusammen mit dem

bereits von der thailändischen Regierung erlassenen Sonderbeschluss gegen

das Grundstück und das Gebäude der PWK wird damit ein kontrollierter Verkauf

der Unternehmenswerte unmöglich gemacht und stürzt das Unternehmen in einen

unaufhaltsamen und unkontrollierbaren Absturz, der möglicherweise zur

Insolvenz von PWK oder sogar der elumeo Gruppe führen könnte. Nacheinander

begannen nun auch die ehemaligen Lieferanten der PWK zu klagen, angeführt

vom großen Diamantenlieferanten Flawless und gefolgt vom thailändischen

Lieferanten Bright Future. Viele andere Anbieter, darunter das

internationale Logistik- und Sicherheitsunternehmen G4S, sind ebenfalls noch

nicht bezahlt.

Angesichts dieser letzten Entwicklungen fordert die OSH, Großaktionär der

elumeo Gruppe, die sofortige Bestellung eines Sonderprüfers für die elumeo

Gruppe, um die Aktivitäten des Managements unter der Leitung des

Vorsitzenden Boyé und der Geschäftsführer Thomas Jarmuske und Bernd Fischer

zu klären. Vor diesem Hintergrund ist die Zurückhaltung anderer Aktionäre,

insbesondere der Frankfurt Performance Management AG (FPM), vertreten durch

Raik Hoffmann, schwer nachvollziehbar, die mit ihren Stimmen auf der

Hauptversammlung die Einsetzung eines Sonderprüfers verhindert hatten,

während sie gleichzeitig einen Verwaltungsrat stützen, gegen den

strafrechtlich ermittelt wird.

Kontakt:

Rechtsanwalt Roderich Schaetze

SWM Treuhand AG

Schäfflerstraße 8, 80333 München

phone: +49 89 2040026-20

e-mail: schaetze@schaetze.com

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Zusatzmaterial zur Meldung:

Bild: http://newsfeed2.eqs.com/roderichschaetze/876179.html

Bildunterschrift: A Thai Labour Court has granted former employees of PWK

Jewelery Company Limited the right to immediately enter the PWK premises,

identify any and all assets and confiscate them to be sold to compensate

them for unpaid salaries and severance payments. The

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