Im ablaufenden Jahr 2007 haben wir uns in unserer Rubrik „Wissen“ ganz und gar den wichtigsten Börsenbarometern der Welt gewidmet. Zum Abschluss dieser Serie wollen wir noch einmal kurz auf die diesjährige Entwicklung der Indizes zurückblicken.

Sie spiegeln die Entwicklung eines Marktes oder einer Branche wider: Indizes. Seit der Amerikaner Charles Henry Dow vor genau 111 Jahren erstmals die Entwicklung der US-Wirtschaft in einer Kennzahl zusammenfasste, sind sie als Stimmungsmesser in der Finanzwelt kaum mehr wegzudenken. Sein Index, der Dow Jones, zählt bis heute zu den wichtigsten Börsenbarometern und ist der Prototyp für eine Vielzahl weiterer Indizes gewesen. Derzeit liegt die Zahl der berechneten Indizes weltweit im fünfstelligen Bereich, und täglich kommen neue hinzu.
 

An dieser Stelle haben wir Ihnen in den vergangenen Monaten eine Auswahl der wichtigsten Indizes vorgestellt. Zum Abschluss dieser
Serie wollen wir noch einmal kurz zurück blicken, wie sich die vorgestellten Indizes im Jahr 2007 entwickelt haben.
 

Besonders glücklich kann sich schätzen, wer bei seinem Investment auf die so genannten BRIC-Staaten gesetzt hat. Diesen vier Schwellenländern wurde für die kommenden Jahre ein besonders großes Wachstumspotential prognostiziert. Und in der Tat, der Trend
der Leitindizes dieser Länder zeigte 2007 klar nach oben. Der Russlandindex RTX konnte 17,89 Prozent zulegen, der Hang Seng 38,06 Prozent und für den brasilianischen Bovespa ging es gleich um 37,55 Prozentpunkte nach oben.
 

Besser haben sich nur noch die beiden indischen Indizes entwickeln können: Der Kurs des Sensex liegt derzeit um 43,67 Prozent über dem Startwert zu Jahresbeginn. Übertroffen wird dieser beeindruckende Zugewinn nur noch von seinem Pendant Nifty Fifty, dessen Wert seit Jahresbeginn um 44,78 Prozent gestiegen ist. Wehmutstropfen für Anleger: Da es in Indien rechtliche Beschränkungen für ausländische Investoren gibt, können die Emittenten diese Indizes nur über Umwege nachstellen. Folglich gibt es momentan nur ein Zertifikat auf dem Markt, dass sich am Nifty Fifty orientiert, auf den Sensex bezieht sich gar keines.
 

Auch die Performance des DAX kann sich im Vergleich mit den anderen Leitindizes durchaus sehen lassen. Mit 6615 Punkten startete er ins Jahr 2007, konnte die magische Schwelle von 8000 Punkten mehrfach übertreffen und erreichte Mitte Juli sogar ein neues Allzeithoch. 8105,69 heißt nun die neue Bestmarke. Neue Rekorde erzielte auch der deutsche Technologieindex TecDAX, der erstmals seit seiner Einführung über 1000 Punkte notierte und seit Jahresbeginn 29,88 Prozent zugelegt hat. Erstaunlich: Zeitgleich konnte der MDAX nur 3,93 Prozent gut machen, der SDAX verlor sogar um 6,72 Prozent.
 

Wenig erfolgreich haben auch die beiden japanischen Indizes abgeschnitten. Der Auswahlindex Nikkei 225 zeigte sich von der US-Immobilienkrise stark beeindruckt und verlor seit Jahresbeginn fast zehn Prozentpunkte. Noch ein wenig schlechter entwickelte sich der TOPIX. Der Gesamtmarktindex umfasst alle knapp 1500 Werte, die an der Tokyoter Stock Exchange gehandelt werden. Im Vergleich zum Jahresanfang notiert er derzeit um 10,4 Prozent im Minus und bildet damit das Schlusslicht unserer Auswahl.
 

Die unten stehende Tabelle gibt einen Überblick über alle vorgestellten Indizes. Es zeigt sich, dass Indizes nach wie vor ein sehr beliebter Basiswert für Zertifikate und Hebelprodukte sind. Allein zu den 28 Indizes unserer Serie führt unsere Datenbank aktuell mehr als 41.000 Produkte. Ausführlichere Infos zu den Papieren finden Sie unter www.zertifikate-anleger.de.










 



Britta Voß, 18.12.07 Dieser Artikel wurde 3070mal gelesen.