Im Jahr eins nach Zumwinkel stehen für die Deutsche Post AG einige Umstrukturierungen an. Dem Aufwärtstrend der Aktie tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Phillip Arnold von der Raiffeisen Centrobank konnte mit einem Zertifikat auf diesen Basiswert schon einige Punkte in der Expertenliga sammeln.

Auch wenn sie seit 2008 nicht mehr das exklusive Recht auf die Beförderung von Briefen im Land hat: Die Deutsche Post AG bleibt der mit Abstand führende Post- und Logistikkonzern. Täglich werden etwa 71 Millionen Briefe verteilt, mehr als eine halbe Million Mitarbeiter sorgen weltweit dafür, dass Briefe und Pakete an ihren Bestimmungsort kommen.

In den vergangenen Monaten ist der Weltmarktführer aus Bonn allerdings weniger mit diesen imposanten Zahlen als vielmehr aus negativen Anlässen in die Schlagzeilen geraten. So gab es von Seiten der Kunden Beschwerden über lange Brieflaufzeiten und eingeschränkten Zustellservice in den Sommerferien. Bereits im Juni deckte das Nachrichtenmagazin Spiegel auf, dass der Konzern unrechtmäßig die Krankendaten von Mitarbeitern gespeichert hatte.

Wenig später hatten die Beschäftigten erneut Grund zur Sorge: Zum einen kündigte der Konzern eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden an, zum anderen bedrohte die Insolvenz des Handelsunternehmens Arcandor ihre Arbeitsplätze. Mittlerweile ist klar, dass 650 Stellen wegen der Karstadt-Pleite wegfallen werden. Auch auf die Halbjahresbilanz der Post hatten diese Ereignisse ihre Auswirkungen. Auf rund 40 Millionen Euro wurde der entstandene Schaden von der Geschäftsführung beziffert.
Der Kurs der Post-Aktie zeigte sich von all dem relativ unbeeindruckt. Seit die Unternehmen des DAX ab März eine Aufwärtsrallye starteten, legte auch der Logistiker an der Börse kräftig zu. Blickt man allein auf das letzte halbe Jahr, steht ein beeindruckendes Plus von fast 90 Prozent zu Buche.

Entsprechend positiv hat sich auch das Zertifikat der Raiffeisen Centrobank entwickelt (WKN: RCB1PQ), das Expertenliga-Teilnehmer Philipp Arnold für sein Portfolio gewählt hat und das gegenüber seinem Startwert zu Jahresbeginn 20,85 Prozent an Wert zugelegt hat.
Das Capped Bonus Zertifikat zahlt am Ende bei Fälligkeit einen Bonus von maximal 15 Prozent aus, solange die Post-Aktie die Barriere  während der Laufzeit nicht verletzt. Die Barriere wurde von der österreichischen Bank bei einem Kurs von fünf Euro festgeschrieben. Mit einem Tiefstand von 6,66 Euro Ende Februar war die Post-Aktie schon einmal ganz in der Nähe dieser Marke. Beim derzeitigen Stand von 12,83 Euro ist der Puffer aber sehr komfortabel. 



Britta Voß, 15.09.09 Dieser Artikel wurde 7676mal gelesen.