Die deutsche chemische Industrie hat den massiven Einbruch durch die Wirtschaftskrise offenbar weitestgehend kompensiert.

Die deutsche chemische Industrie hat den massiven Einbruch durch die Wirtschaftskrise offenbar weitestgehend kompensiert. Nach Angaben des Branchenverbandes VCI erreicht die Kapazitätsauslastung der Anlagen mit mehr als 85 Prozent wieder das übliche Niveau. Die Branche setzte im zweiten Quartal rund 41,6 Milliarden Euro um. Das Niveau des Vorquartals wurde damit um 5,2 Prozent übertroffen, das des Vorjahresquartals sogar um mehr als 21 Prozent.

Die Unternehmen seien angesichts guter Gewinne zufrieden und richteten ihren Blick wieder nach vorn, erklärte der Verband. Aufgrund der positiven Entwicklung hat der VCI seine Jahresprognose angehoben. Die deutsche Chemieproduktion wird demnach im Gesamtjahr rund elf Prozent höher liegen als 2009. Die Chemiekalienpreise werden nach Einschätzung des VCI um 2,5 Prozent steigen, für den Branchenumsatz wird ein Plus von 18 Prozent erwartet. Motor für das jüngste Wachstum war laut VCI die starke Nachfrage aus dem Ausland. Der Verband sieht die Chemiemärkte weltweit im Aufwind - auch wenn sich inzwischen vielerorts eine Normalisierung der Wachstumsraten abzeichne.



Eike Schäfer, 08.09.10 Dieser Artikel wurde 5912mal gelesen.