Eisige Temperaturen mit viel Schnee in den USA und in Europa stützen derzeit die Nachfrage nach dem Ener- gierohstoff Öl.

Eisige Temperaturen mit viel Schnee in den USA und in Europa stützen derzeit die Nachfrage nach dem Energierohstoff Öl. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete an der New Yorker Börse NYMEX bei Redaktionsschluss 91,15 US-Dollar. Käufer müssen damit rund 17 Prozent mehr bezahlen als zum Vorjahreszeitpunkt. Öl ist derzeit so teuer wie seit Herbst 2008 nicht mehr. Von Preisen jenseits von 140 Dollar je Barrel, die noch Mitte 2008 verlangt wurden, ist der derzeitige Kurs aber weit entfernt.

Rohstoffanalysten der DZ Bank gehen derzeit davon aus, dass der Preis für Rohöl Ende 2011 auf 95 US-Dollar steigen könnte. Grund hierfür sei ein für die zweite Jah- reshälfte des kommenden Jahres prognostiziertes Primärdefizit. Auf der einen Seite rechnen die Experten mit einer weiter steigenden Nachfrage vor allem in den schnell wachsenden Nicht-OECD-Staaten wie China - auch wenn Substitutionsprozesse dafür sorgen könnten, dass der Anstieg der Nachfrage geringer ausfällt als es die historische Beziehung zwischen Weltwirtschaftswachstum und Ölnachfrage impliziert. Eine OPEC-Produktion mit Augenmaß gepaart mit einer schwächeren Outputsteigerung in den Nicht-OPEC-Staaten könnte andererseits dazu führen, dass Lagerbestände weiter abgebaut werden.



es, 29.12.10 Dieser Artikel wurde 104949mal gelesen.