Eine neue Anleihe der HVB kombiniert renditeorientierte und konservative Elemente miteinander - die Investition in ETFs und in einen Rentenfonds.

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© Thorben Wengert / pixelio. de

Die HVB bietet derzeit ein neues Produkt mit kompliziertem Namen zur Zeichnung an. Die „Vermögensdepot privat Wachstum Garant Anleihe“ (WKN: HV3VDA) biete laut Dominik Auricht, HVB-Experte für Wertpapier-Anlagelösungen, eine interessante Möglichkeit, vermeintliche Gegensätze wie die Aussicht auf vergleichsweise hohe Rendite bei gleichzeitiger Kapitalsicherung, miteinander zu kombinieren. Soll heißen, der Anleger investiert mittels ein und desselben Produktes gleichzeitig in eine spekulative und eine konservative Anlage.

Umgesetzt wird die Anlagekombination durch ein aktives Vermögensmanagement und durch eine Investition in einen Rentenfonds. Dem aktiven Vermögensmanagement liegt der aktiv verwaltete „Dachfonds HVB Vermögensdepot privat Wachstum“ zugrunde. Dieser Fonds investiert vornehmlich in so genannte Exchange Traded Funds, kurz ETFs. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds. Sie sollen einen Index möglichst genau abbilden, deshalb werden die einzelnen ETFs von den Emittenten meist passiv verwaltet. Der Dachfonds investiert sowohl in ETFs aus den klassischen Kernmärkten wie den europäischen Aktienmärkten als auch in aussichtsreiche Satellitenmärkte wie etwa jene der aufstrebenden BRIC-Staaten.

Der konservative Bestandteil der neuen Anleihe besteht aus dem thesaurierenden Rentenfonds „Pioneer S.F. - Euro Curve 1-3 year“. Sein Ziel ist es, kurz- bis mittelfristige Gewinne zu erwirtschaften.

Das in das Produkt investierte Kapital wird je nach Marktentwicklung entweder in den Dachfonds oder in den Rentenfonds investiert. Sobald die Volatilität an den Aktien- und Rohstoffmärkten steigt, reduziert sich die Investitionsquote in das Vermögensmanagement und stattdessen wird das Geld in dem Rentenfonds angelegt. Mit dem Absinken der Volatilität steigt wiederum die Investitionsquote in das aktive Vermögensmanagement und die Position im Rentenfonds wird reduziert. Somit soll dem Anleger die bestmögliche Ertragsperformance bei gleichzeitig hoher Absicherung seiner Einlagen ermöglicht werden. Laut HVB beträgt die Aktienquote durchschnittlich 50 Prozent und liegt nie höher als maximal 70 Prozent.

Wenn sich die Kombination bis zum Ende der Laufzeit am 19. Juli 2018 positiv entwickelt hat, partizipiert der Anleger zu 100 Prozent an dieser Wertentwicklung. Sollte sich die Anlage jedoch negativ entwickelt haben, greift ein eingebauter Kapitalschutz: Der Anleger erhält von der HVB den Nominalbetrag in Höhe von 1.000 Euro zurück. Mit dem Kauf der Anleihe trägt der Anleger das Emittentenrisiko. Laut HVB ist die neue Anleihe der Auftakt für eine ganze Reihe ähnlicher Produkte, bei denen aktives Vermögensmanagement und Kapitalschutz miteinander kombiniert werden sollen.



jo, 14.06.11 Dieser Artikel wurde 4577mal gelesen.