Das Marktvolumen der Anlagezertifikate und Hebelprodukte ist im Juni im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Das geht aus den neuesten Daten einer monatlichen Erhebung hervor, die von der European Derivatives Group (EDG) im Auftrag der Branchenvertretung Deutscher Derivate Verband (DDV) bei 16 Banken durchgeführt wird. Der DDV vertritt die meisten Banken, die in Deutschland strukturierte Produkte anbieten. Hochgerechnet auf alle Emittenten belief sich laut DDV das Gesamtvolumen des deutschen Zertifikatemarkts Ende Juni auf 109,3 Milliarden Euro.

Das ausstehende Volumen der an der Erhebung teilnehmenden Banken verringerte sich gemäß Untersuchung im Juni um 1,3 Milliarden Euro, das entspricht einem Minus von 1,3 Prozent. Zum Rückgang des Marktvolumens hätten auch negative Preiseffekte beigetragen, erklärte der Verband. So seien die Kurse im Berichtsmonat - über alle Zertifikate betrachtet - um 0,4 Prozent zurückgegangen. Preisbereinigt sei das Marktvolumen um 925 Millionen Euro (0,9 Prozent) gesunken.

Mit 98,6 Prozent entfiel laut Verband fast das gesamte Marktvolumen auf Anlageprodukte, während Hebelprodukte nur auf 1,4 Prozent kamen. Anlagezertifikate mit vollständigem Kapitalschutz waren - dem Volumen nach - Anlegers Liebling: Sie vereinten im Juni 62 Prozent des gesamten Open Interest der Anlageprodukte auf sich. Als Basiswerte dominierten auch im Juni die Aktien: Bei den Anlagezertifikaten entfielen 51,1 Prozent auf sie, bei den Hebelprodukten waren es sogar 76,4 Prozent.



es, 23.08.11 Dieser Artikel wurde 82446mal gelesen.