Der Kurssturz an den Aktienmärkten im August hat unsere Expertenliga mächtig durcheinander gewirbelt. Wohl dem, der zu Jahresbeginn auf die Fluchtwährung Gold gesetzt hatte wie unser Teilnehmer Ralph Stemper. Das von ihm gewählte Trackerzertifikat liegt in der Einzelbetrachtung der Produkte vorn.

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Wie entwickelt sich der Goldpreis in den kommenden Wochen und Monaten? Die Meinungen hierüber gehen durchaus weit auseinander, nachdem im September die Preisrallye rapide endete und der Kurs für die Feinunze von 1900 auf fast 1600 US-Dollar absackte. Im „RohstoffJournal“ ist von den „Wochen der Wahrheit“ die Rede. Die Korrekturen seien von den Autoren erwartet worden, aber fundamentale Aspekte sprächen nach wie vor für eine Aufwärtsbewegung beim Gold in 2012. Zudem eröffneten Schwächephasen neue Kaufgelegenheiten.

Analysten der französischen Bank BNP Paribas weisen hingegen darauf hin, dass die Minenkonzerne zum ersten Mal seit 1999 ihre Produktion zwei Quartale hintereinander abgesichert hätten. Dies sei früher oft ein Zeichen dafür gewesen, dass die Unternehmen mit Preissenkungen rechnen.

Aus der Riege unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Expertenliga hatte Anfang des Jahres nur ein einziger, Ralph Stemper, ein Zertifikat auf Gold für sein Depot ausgewählt (WKN: BC0GLD). Und das, obwohl die Staatsschuldenkrise in Europa schon längst bekannt war. Dies mag daran liegen, dass Gold zu Beginn unserer Spielzeit mit knapp 1400 Euro je Feinunze schon als sehr teuer galt, was im historischen Vergleich zum damaligen Zeitpunkt auch stimmte. Der Kurs des Trackerzertifikats, das Stemper aus dem Angebot von Barclays Capital gewählt hat, hat von Februar bis Redaktionsschluss dennoch mehr als 20 Prozent an Wert zugelegt und ist damit das aktuell erfolgreichste Zertifikat aller 30 von den Experten ausgesuchten Papiere.

Der Kurssturz an den Aktienmärkten im August hat dazu geführt, dass derzeit nur wenige der vorgestellten Zertifikate im Plus notieren. Die Führung in der Expertenliga hat derzeit Frank Haak von der WestLB inne. Dass die Portfolios derzeit allesamt im Minus notieren, ist relativ zu sehen: Der Gesamtmarkt gemessen am DAX hat im betrachteten Zeitraum fast 17 Prozent an Wert verloren. Mehr als die Hälfte der Portfolios schneidet derzeit besser ab. Außerdem hatten die Experten keine Möglichkeit, während der Spielzeit ihre Auswahl zu verändern und auf Entwicklungen zu reagieren.



es, 18.10.11 Dieser Artikel wurde 3223mal gelesen.