Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Der Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) will auf der Automesse in Peking Ende April ein Elektroauto präsentieren, das speziell auf die Wünsche der Chinesen zugeschnitten ist.

"Auf der Messe werden wir eine Studie präsentieren, die zeigen wird, wie das Elektroauto als Serienfahrzeug aussehen könnte und was es leistet", kündigt Daimler-Vorstand Thomas Weber gegenüber der "WirtschaftsWoche" an. Daimler baut das Elektroauto zusammen mit BYD Co. Ltd. (ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9), einem der größten Auto- und Batteriehersteller Chinas. Dafür gründeten die beiden Unternehmen die Shenzhen BYD Daimler New Technology (BDNT). Das Joint Venture mit dem internen Namen "Project Tiger" wurde vor zwei Jahren vereinbart. Das neue Elektroauto wird äußerlich der alten B-Klasse ähneln, die als Basis dient. Es soll aber unter einem völlig neuen Markennamen auf den Markt kommen.

"Wir sind bei den Arbeiten mit BYD im Zeitplan und sehen das Joint Venture weiterhin sehr positiv", freut sich der Daimler-Vorstand. Vor einigen Tagen habe er einen Prototyp des Elektroautos gefahren. "Ich war sehr beeindruckt, nicht zuletzt von der großen Reichweite, die wir realisieren werden."

Nach Ansicht Webers hat sich "in China mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass neben dem batteriegetriebenen Elektroauto auch die Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor eine vielversprechende Lösung für die Zukunft sein könnte". Bisher hat China vor allem die Entwicklung von reinen Elektroautos gefördert. Diese Fahrzeuge verkaufen sich aufgrund ihrer begrenzten Reichweite jedoch nicht so gut wie von der chinesischen Regierung erwartet, hieß es.

Die Aktie von Daimler gewinnt derzeit 0,09 Prozent auf 45,30 Euro. (26.03.2012/ac/n/d)