Zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit emittiert die Raiffeisen Centrobank eine Ölanleihe mit Mindestverzinsung und Inflationsausgleich.

Die gestiegenen Preise für Benzin und Heizöl haben die Inflationsrate in die Höhe getrieben. Bürger der Eurozone mussten im September rund 2,6 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlen als noch vor einem Jahr. Die Raiffeisen Centrobank nimmt dies zum Anlass für eine neue Ölanleihe mit Inflationsausgleich (RCE530).
Das Produkt hat eine Laufzeit von vier Jahren. Die Bank tilgt die Anleihe zum vollen Nennwert, sofern der Preis für Brent Crude Rohöl während der Laufzeit niemals auf oder unter 50 Prozent des Kurses bei Emission fällt. Anderenfalls muss der Anleger Abzüge hinnehmen, die dem Verlust beim Öl entsprechen.
Die Ertragschance der Anleihe liegt in der Kuponzahlung: Anleger erhalten jährlich einen Zinskupon, der mindestens 2,4 Prozent beträgt, aber auch größer sein kann. Sollte der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI exklusive Tabak) auf Jahressicht gestiegen sein, erhöht sich der Kupon um diesen Wert.
So hätte sich 2012 insgesamt ein Zinskupon von fünf Prozent ergeben. Dass die Inflation künftig weiter ansteigt, ist aber keinesfalls sicher.
Bereits Mitte November hatte die Raiffeisen Centrobank eine Anleihe nach gleichem Strickmuster emittiert (RCE4ZZ), bei der die Mindestverzinsung mit 2,8 Prozent per anno größer ist. Sie kostet derzeit 103,29 Euro. Bei Zeichnung der neuen Anleihe erhebt die Bank einen Ausgabeaufschlag von zwei Prozent.



es, 27.11.12 Dieser Artikel wurde 6230mal gelesen.