In den vergangenen Jahren kletterte der Goldpreis von einem Hoch zum nächsten. In den ersten Monaten des Jahres 2013 war dies allerdings nicht so. Ist die Gold-Rally nun vorbei? Möglich aber auch, dass Gold auf Sicht wieder deutlich höher notieren könnte.


Wie bei jedem anderen Rohstoff auch, spielt das Spannungsverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage eine Rolle. Und dieses Verhältnis ist bei Gold doch ziemlich angespannt. So lagern die heute noch vorhandenen Reserven tief im Boden und können nur mit einem erheblichen finanziellen Aufwand gewonnen werden. Da die Goldförderung eine vergleichsweise lange Vorlaufzeit von bis zu zehn Jahren aufweist, ist die Fördermenge im Schnitt relativ unelastisch - sie reagiert somit nur langsam auf prognostizierte Preisänderungen. Die von einer anhaltenden Verteuerung des Goldpreises ausgehenden Impulse wirken sich daher auch nur langsam auf die Fördermenge aus.

Absicherung gegen Inflation

Im Gegenzug stabilisiert die Schmuck-Industrie die weltweite Nachfrage. Ein kontinuierlich steigender Lebensstandard in aufstrebenden Schwellenländern wie Indien oder China dürfte die Nachfrage nach Gold-Schmuck auch weiterhin beleben. Gold wurde zudem in den letzten Jahren auch bei Investoren immer beliebter. Es gab starke Zuflüsse in Gold-Fonds. Das angespannte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ist aber beileibe nicht der einzige Grund, warum Anleger mit Gold in den letzten Jahren goldrichtig lagen. Denn Gold gilt insbesondere auch als "sicherer Hafen". Oder mit anderen Worten: Gold gilt als klassisches Instrument zur Absicherung gegen Inflation.

Gold (2-Jahreschart in US-Dollar je Unze):

 

Der Goldpreis hat am Freitag die Tiefpunkte des vergangenen Jahres unterschritten.
Aufgrund der heftigen Bewegung scheint allerdings zumindest eine technische Gegenreaktion denkbar.

Kursziel gesenkt

Gold lässt sich schließlich nicht beliebig drucken wie Geld aus Papier, ist wertbeständig. Und keine Frage: Die Inflationsängste, also die Furcht vor einer Entwertung des Geldes, sind in den vergangenen Jahren ob gewaltiger Konjunkturprogramme westlicher Regierungen und einer anhaltenden Niedrigzinspolitik gestiegen. Aktuell aber scheint die Furcht vor einer Geldentwertung geringer, was ein seit einigen Wochen sinkender Goldpreis dokumentiert. Auch die durch die Zypern-Krise wieder aufgeflammte Euro-Problematik machte dem Goldpreis keine Beine. Die Analysten von Goldman Sachs stuften unlängst das Kursziel für den Goldpreis auf Sicht der kommenden zwölf Monate auf 1.390 US-Dollar herab. Daraufhin stürzte der Goldpreis ab. Das Chartbild hat sich mittlerweile deutlich eingetrübt - die wichtige, mehrjährige Unterstützung bei 1.525 Dollar wurde durchbrochen.

Gold (5-Jahreschart in US-Dollar je Unze):

 

Mittelfristig hat sich die charttechnische Situation bei Gold mit dem Absturz am Freitag weiter eingetrübt.

Keine echten Anzeichen

Ist die Gold-Rally also vorbei? Muss nicht sein. Denn noch gibt es keine echten Anzeichen, die auf ein baldiges Ende der Niedrigzinsphase hindeuten. Im Gegenteil. Insbesondere die japanische Notenbank dreht den Geldhahn immer weiter auf. Die US-amerikanische Notenbank knüpft ihre Geldpolitik laut Medienberichten indes an die Arbeitslosenquote. Erst wenn diese bei 6,5 Prozent liegt, will diese ihre Politik des billigen Geldes beenden - aktuell liegt die Quote bei 7,6 Prozent. Hinzu kommt, dass die Euro-Krise noch lange nicht gelöst scheint. Die Zeit der Rettungspakete scheint noch nicht vorbei.

EUWAX Gold: Elegante Alternative

Gold macht in einem gut diversifizierten Depot daher auch weiterhin Sinn. Für langfristige Anleger, die sich gegen Inflationsrisiken absichern wollen, ist physisches Gold in Form von Goldmünzen oder Goldbarren zu präferieren. Da dies aber eher umständlich ist, was die Lagerung anbelangt, gibt es eine elegante Alternative: EUWAX Gold (WKN EWG0LD). Dies ist ein von der Börse Stuttgart emittierter Exchange Traded Commodity (ETC). Das Wertpapier in Form einer unbefristeten Inhaberschuldverschreibung ist zu 100 Prozent mit Gold unterlegt und verbrieft einen Anspruch auf physische Lieferung in Form von Kleinbarren. Für den Kauf und Verkauf von EUWAX Gold fallen nur die börsenüblichen Transaktionskosten an.

Seitwärtsrendite von 19 Prozent

Für risikobereite Anleger mit einem mittelfristigen Anlagehorizont, die darauf setzen wollen, dass Gold bis zum Ende des Jahres seitwärts tendiert, könnte ein Discount Call Optionsschein interessant sein. Der Discount Call mit der WKN DX53HA ist mit einem Basispreis bei 1.300 US-Dollar und einem Cap bei 1.400 Dollar ausgestattet. Bewertungstag ist der 17. Dezember 2013. Dies bedeutet: Geht Gold am 17. Dezember mit einem Stand auf oder über 1.400 Dollar aus dem Handel, erzielt man eine Seitwärtsrendite von 32,67 Prozent bzw. von 48,08 Prozent p.a. Dann nämlich kommt es zur maximalen Auszahlung von zehn Dollar pro Schein, was aktuell 7,63 Euro entspricht. Notiert Gold am 17. Dezember aber auf oder unter 1.300 Dollar, verfällt der Schein wertlos, was Totalverlust bedeuten würde.

Für Gold-Skeptiker

Sollten Sie indes der Meinung sein, dass Gold die besten Tage bereits gesehen hat, könnte ein Discount Put Optionsschein auf das Edelmetall einen näheren Blick wert sein. Der Discount Put mit der WKN CZ4DL4 ist mit einem Basispreis bei 1.600 US-Dollar und einem Cap bei 1.550 Dollar ausgestattet. Bewertungstag ist der 3. Dezember 2013. Dies bedeutet: Geht Gold am 3. Dezember mit einem Stand auf oder unter 1.550 Dollar aus dem Handel, erzielt man eine Rendite von 17 Prozent bzw. von 27 Prozent p.a. Dann nämlich kommt es zur maximalen Auszahlung von fünf Dollar pro Schein, was aktuell 3,81 Euro entspricht. Notiert Gold am 3. Dezember aber auf oder über 1.600 Dollar, verfällt der Schein wertlos, was Totalverlust bedeuten würde. Dies gilt es, bitte zu beachten.



17.04.13 Dieser Artikel wurde 58376mal gelesen.