Im Brennpunkt steht derzeit die Aktie des Düngemittel-Spezialisten K+S. Der DAX-Titel brach massiv ein und notiert nun auf einem stark reduzierten Kursniveau. Mit Zertifikaten lassen sich derzeit lukrative Seitwärtsstrategien auf K+S entwickeln.


Was ist passiert, dass K+S in der letzten Handelswoche nicht weniger als 29 Prozent an Wert verlor? Der Konkurrent Uralkali hat die Exportallianz mit der weißrussischen Belaruskali beendet. Zudem kündigte Uralkali an, die Produktion im kommenden Jahr um 30 Prozent zu steigern. Dies würde einen vehementen Druck auf die Kalipreise ausüben, keine Frage. Was wiederum das Kerngeschäft von K+S hart treffen würde. Erst vor kurzem schockte der kanadische Konkurrent Potash mit einer Gewinnwarnung - die Aktie von K+S kassierte eine Prügel nach der anderen. Seit Jahresbeginn büßte das Papier des Konzerns aus Kassel 46 Prozent an Wert ein. Ohne Zweifel reagiert die Börse auf die kurz- bis mittelfristig eher bescheidenen Aussichten auf dem Kalimarkt. Doch ist diese Reaktion übertrieben?

Moderate Bewertung?

Fakt ist: Die Aktie von K+S notiert aktuell auf Buchwert-Niveau, welches pro Anteilsschein 18,17 Euro beträgt. Dies spricht für eine nach dem Crash durchaus moderate Bewertung. Von Seiten der Analysten gibt es unterschiedliche Stimmen. Die NordLB beispielsweise hat das Kursziel für K+S nach Bekanntwerden der Uralkali-Sache von 41 auf 34 Euro gesenkt, hat die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Den dadurch ausgelösten Kursabsturz bei K+S halte man für "stark übertrieben". Längerfristig blieben die Trends zu einem höheren Düngemitteleinsatz hingegen bestehen. Die Deutsche Bank ist da schon wesentlich skeptischer, sie sieht ein Kursziel von nur noch 15 Euro und plädiert für "Verkaufen".

Abstiegskandidat

Rund um K+S brodelt die Gerüchteküche. So könnte Uralkali laut Marktgerüchten mit der Ankündigung einer Produktionssteigerung um 30 Prozent nur einen Zweck verfolgen - nämlich den Preis von K+S so weit zu drücken, dass sich das russische Unternehmen beim deutschen Unternehmen einkaufen kann. Dies ist nach unserem Dafürhalten durchaus denkbar. Kein Gerücht ist, dass K+S derzeit als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt wird. "Wenn sich der K+S-Kurs bis Ende August nicht erholt, läuft das Unternehmen nach heutigem Stand Gefahr, den DAX im September verlassen zu müssen", wurde Indexspezialistin Silke Schlünsen von Close Brothers Seydler in der "Welt" zitiert.

K+S (10-Jahreschart) :

Noch im Jahr 2008 flirtete die Aktie von K+S mit der Marke von 100 Euro. Dann ging es abwärts. Horizontale Unterstützungen finden sich bei 17,80 Euro und 13,50 Euro.

Riesiger Rabatt

Ebenfalls Fakt: Die Aktie von K+S ist nach dem Crash stark überverkauft, was eine technische Erholung in den kommenden Tagen wahrscheinlicher macht. Fakt ist auch, dass man derzeit mit einem Discount Zertifikat einen riesigen Rabatt auf die Aktie von K+S erhält. Beispiel: Das Discount Zertifikat mit der WKN DZN6WZ ist mit einem Cap bei 18 Euro ausgestattet und hat eine Laufzeit bis zum 21. März 2014. Heißt: Schließt die Aktie von K+S am 21. März 2014 auf oder über dem Cap von 18 Euro, so kann man eine Seitwärtsrendite von 14 Prozent beziehungsweise von 22 Prozent per annum erzielen. Der Rabatt auf die Aktie, welchen das Zertifikat bietet, beträgt beachtliche 16 Prozent. Ein Verlust entsteht somit erst dann, wenn die Aktie von K+S am 21. März 2014 unterhalb des Einstiegskurses in das Zertifikat (aktuell: 15,74 Euro) schließt.

K+S (1-Jahreschart) :

Auf Jahressicht hat die Aktie von K+S massiv an Wert verloren. Die beiden technischen Indikatoren MACD und RSI deuten allerdings eine stark überverkaufte Situation an.

Längere Laufzeit

Für Discount Zertifikate gilt: Umso länger die Laufzeit, desto höher die absolute Renditechance und desto größer der Rabatt auf die jeweilige Aktie. Das Discount Zertifikat mit der WKN DX8748 ist ebenfalls mit einem Cap bei 18 Euro ausgestattet, hat aber eine Laufzeit bis zum 18. Dezember 2014. Heißt: Schließt die Aktie von K+S am 18. Dezember 2014 auf oder über dem Cap von 18 Euro, so kann man eine Seitwärtsrendite von 22 Prozent beziehungsweise von 15 Prozent per annum erzielen. Der Rabatt auf die Aktie, welchen dieses Zertifikat bietet, beträgt satte 21 Prozent. Ein Verlust entsteht somit erst dann, wenn die Aktie von K+S am 18. Dezember 2014 unterhalb des Einstiegskurses in das Zertifikat (aktuell: 14,77 Euro) schließt. Die beiden eben vorgestellten Discount Zertifikate auf K+S eignen sich für risikobewusste Anleger.

Pompöser Puffer

Interessant ist auch ein Bonus Cap Zertifikat auf K+S, denn dieses bietet einen komfortabel erscheinenden Sicherheitspuffer. Das Bonus Cap Zertifikat mit der WKN AA7QZ7 ist mit einer Barriere bei 12,50 Euro und einer Laufzeit bis zum 20. Juni 2014 ausgestattet. Dies bedeutet: Kann sich die Aktie von K+S bis einschließlich 20. Juni 2014 zu jeder Zeit über der Barriere von 12,50 Euro behaupten, lässt sich eine Bonus-Rendite von mehr als 19 Prozent beziehungsweise von 22 Prozent per annum erzielen. Der Bonus-Level, welcher dem Cap entspricht, liegt bei 24 Euro. Der Sicherheitspuffer beträgt nicht weniger als 33 Prozent. In der Region von 13,50 Euro bildete die Aktie von K+S eine charttechnische Unterstützung, welche durch Tiefpunkte aus dem Jahr 2006 definiert wird. Sollte die Aktie wider Erwarten unter diese Unterstützung fallen, scheint ein vorzeitiger Verkauf des Zertifikats ratsam. Dieses Bonus Cap Zertifikat auf K+S eignet sich für risikobereite Anleger.



05.08.13 Dieser Artikel wurde 9790mal gelesen.