Drei WM-Titel haben Deutschlands Fußballer mit Adidas gefeiert. Auch der aktuelle Weltmeister Spanien spielt in Adidas. Die Adidas-Aktie machte Anlegern in den letzten Jahren viel Freude. Wir stellen Ihnen sportliche Seitwärtsstrategien mit Adidas vor.


Seit über einem halben Jahrhundert ist die Firma mit Stammsitz in Herzogenaurach nahe Nürnberg mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) verbunden und damit wohl treuester Partner des Verbands. Firmengründer "Adi" Dassler soll den Spielern bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz noch höchstpersönlich die Stollen unter die Schuhe geschraubt haben. Ob Max Morlock, Günter Netzer oder Andreas Brehme, der den entscheidenden Elfmeter zum Titelgewinn 1990 verwandelte - alle triumphierten in Schuhen von Adidas. Der DFB und Adidas ist eine in der deutschen Sportgeschichte wohl einmalige Partnerschaft. Es scheint schier undenkbar, dass die DFB-Mannschaften irgendwann einmal in Schuhen und Trikots des Erzrivalen Nike auflaufen. Der momentane Vertrag des DFB mit Adidas läuft noch bis 2018. Verlängerung sehr wahrscheinlich.

Neuer Rekordumsatz im Fußball

Nike versucht schon seit vielen Jahren die Vorherrschaft der Franken im Fußball zu beenden - alleine es gelang bislang nicht. Im Jahr 2014 erwartet der Konzern aus Herzogenaurach einen neuen Rekordumsatz von zwei Mrd. Euro in der Kategorie Fußball. "Die FIFA Fußball-WeltmeisterschaftT ist die perfekte Bühne, um unser Unternehmen, unsere Marken und unsere Produkte zu präsentieren. Adidas ist in Bezug auf Umsatz, Innovationskraft und Markensichtbarkeit weltweit die klare Nummer eins im Fußball. Mit der WM werden wir unsere Führungsposition in dieser Kategorie einmal mehr unterstreichen und wir werden unsere Leidenschaft für den Fußball mit Fans rund um den Globus teilen", so Vorstandschef Herbert Hainer voller Selbstbewusstsein vor wenigen Wochen.

Adidas (2-Jahreschart) :

Die Adidas-Aktie befindet sich seit etwa zwei Jahren in einem blitzsauberen Aufwärtstrend, welcher bei ca. 77 Euro verläuft. Dort bewegt sich derzeit auch die 200-Tage-Linie.

Negative Währungsentwicklungen

Doch es gab auch weniger gute Nachrichten in den vergangenen Wochen. So musste der Sportartikel-Konzern seine Jahresprognose nach unten anpassen. Konkret: Das Management geht nun davon aus, dass der Umsatz auf währungsbereinigter Basis im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich steigen wird - zuvor war man von einem Anstieg im mittleren einstelligen Bereich ausgegangen. "Herausforderungen im Zusammenhang mit negativen Währungsentwicklungen hatten im bisherigen Verlauf des Jahres eine signifikante Bremswirkung", begründete Hainer. "Aus strategischer und operativer Sicht sind wir jedoch nach wie vor auf einem sehr guten Weg. Die Fülle an Produktneuheiten, deutliche Marktanteilssteigerungen in wichtigen Kategorien und in den Schwellenländern sowie die Vorfreude auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014T tragen zu einer verbesserten Stimmung im Markt bei", so Hainer weiter.

Im Branchenvergleich günstig

Dass sich die Adidas-Aktie nach Bekanntgabe der Prognose-Anpassung eher bescheiden entwickelte, verwundert somit nicht. Doch nun dürfte dies eingepreist sein. Sowohl in fundamentaler wie auch in charttechnischer Hinsicht scheint die Aktie weiterhin attraktiv. Mit einem für 2014 geschätzten Gewinnvielfachen von 15,6 scheint der DAX-Titel auf den ersten Blick ambitioniert bewertet. Doch das Papier von Konkurrent Nike weist mit einem KGV14e von 22 einen unserer Meinung nach in keinster Weise gerechtfertigten Bewertungsaufschlag auf, so dass die Adidas-Aktie von dieser Warte aus günstig erscheint. In charttechnischer Hinsicht bewegt sich Adidas nahe am langfristigen Aufwärtstrend, welcher aktuell bei etwa 77 Euro verläuft. Da sich in dieser Kursregion auch die 200-Tage-Linie befindet, kann hier von einer starken charttechnischen Unterstützung gesprochen werden.

Adidas (6-Monatschart) :

In den vergangenen Monaten legte die Aktie eine Verschnaufpause ein. Das Papier des Sportartikel-Herstellers bewegte sich in einer Handelsspanne zwischen 76 und 88 Euro.

Sicherheitspuffer von 21 Prozent

Für Anleger, die ein überschaubares Risiko schätzen, könnte ein Bonus Cap Zertifikat mit einer Barriere unterhalb des aktuellen Jahrestiefs (66,05 Euro) interessant sein. Das Bonus Cap Zertifikat mit der WKN AA7EV3 ist dem entsprechend mit einer Barriere bei 63 Euro und einer Laufzeit bis zum 19. Dezember 2014 ausgestattet. Dies bedeutet: Kann sich Adidas bis einschließlich 19. Dezember 2014 zu jeder Zeit über der Barriere von 63 Euro behaupten, kann man eine Bonus-Rendite von 18,5 Prozent beziehungsweise von 14 Prozent per annum erzielen. Der Bonus-Level, welcher dem Cap entspricht, liegt bei 96 Euro. Der Sicherheitspuffer beträgt immerhin 21 Prozent.

Chance von 76 Prozent p.a.

Für Anleger, die Risiko nicht scheuen, könnte ein Discount Call Optionsschein mit einer deutlich kürzeren Laufzeit eine Sünde wert sein. Der Discount Call Optionsschein mit der WKN BP26A5 ist mit einem Basispreis bei 70 Euro und einem Cap bei 75 Euro ausgestattet. Bewertungstag ist der 20. Dezember 2013. Dies bedeutet: Geht Adidas am 20. Dezember mit einem Stand über 75 Euro aus dem Handel, erzielt man eine Rendite von 20,5 Prozent bzw. von 76 Prozent p.a. Dann nämlich kommt es zur maximalen Auszahlung von fünf Euro pro Schein. Notiert Adidas am 20. Dezember indes auf oder unter 70 Euro, verfällt der Schein wertlos, was Totalverlust bedeutet. Aus diesem Grund ist es ratsam, den Schein vorzeitig zu verkaufen, falls die Aktie nachhaltig unter die Marke von 75 Euro fallen sollte.

Chance von 110 Prozent p.a.

Anleger, die gerne ein hohes Risiko gehen und sich zu den Renditejägern zählen, könnten an einem StayHigh Optionsschein auf Adidas Gefallen finden. Der StayHigh Optionsschein mit der WKN SG306A ist mit einer KO-Barriere bei 70 Euro und einer Laufzeit bis zum 20. Dezember 2013 ausgestattet. Das heißt: Bleibt die Aktie von Adidas zu jeder Zeit bis zum 20. Dezember über der KO-Barriere von 70 Euro, erzielt man eine fürwahr sportliche Seitwärtsrendite von 26 Prozent bzw. 110 Prozent per annum. Wird die Barriere allerdings während der Laufzeit berührt oder unterschritten, verfällt der Schein wertlos, was Totalverlust bedeutet. Aus diesem Grund ist es auch hier ratsam, sich von dem Schein zu trennen, falls die Aktie unter die Marke von 75 Euro fällt.



16.09.13 Dieser Artikel wurde 12540mal gelesen.