Vor nicht allzu langer Zeit stand die Aktie von Aixtron noch weit oben auf der Anleger-Hitliste. Mittlerweile ist Aixtron ein gefallener Engel. Für eine Seitwärtsstrategie mit Zertifikaten ist Aixtron aber eine durchaus spannende Sache - was wir Ihnen beweisen.


Was aber macht Aixtron genau? Die Maschinen von Aixtron werden weltweit von einem breiten wie auch prominenten Kundenkreis zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen genutzt. Diese Bauelemente werden zum Beispiel in der Displaytechnik sowie in der Signal- und Lichttechnik eingesetzt. Aixtron profitiert somit unmittelbar von den Umwälzungen auf dem Beleuchtungsmarkt - Glühbirnen sind out, LED ist in. LED-Lampen sparen Energie, da sie kaum Wärme produzieren. McKinsey sagte der LED-Technologie laut Medien einen Siegeszug voraus. So geht die Unternehmensberatung davon aus, dass LEDs im Jahr 2016 bereits 45 Prozent und in 2020 mindestens 70 Prozent des Lichtmarkts ausmachen werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 betrug der LED-Anteil am Lichtmarkt erst zwölf Prozent.

Überkapazitäten

Kein Wunder also, dass Aixtron einst zu Anlegers Lieblingen zählte und vor etwas mehr als zwei Jahren noch in der Region von 35 Euro notierte. Doch Märkte sind dynamisch. Denn in den letzten Monaten wurde der Markt für Maschinen zur Herstellung von LED-Chips von Überkapazitäten gekennzeichnet. "Die Auftragslage ist noch verhalten, wir nutzen aber die Zeit, um das Unternehmen weiter an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen", erklärte Vorstandschef Martin Goetzeler bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen. "Unsere Kunden sind dabei, die Herstellungsprozesse für noch leistungsfähigere und kostengünstigere Bauelemente zu optimieren. Dabei unterstützen wir die Industrie aktiv durch neu geschaffene Strukturen in der technischen Kundenbetreuung sowie durch unsere Produkt-Roadmap. Darüber hinaus wollen wir sowohl unsere Lieferzeiten als auch die Zeiten von der Konzeption eines Produkts bis hin zu dessen Volumenfertigung stark verkürzen", so Goe tzeler weiter.

Aixtron (2-Jahreschart):

Bei 8,35 Euro bilden die Tiefpunkte von 2011 und von 2012 einen Boden.
Der mittelfristige Abwärtstrend der Aixtron-Aktie verläuft gegenwärtig bei etwa 13,35 Euro.

Prognoseunsicherheit

Hohe Auslastungsraten bei führenden LED-Herstellern lassen laut Aixtron darauf schließen, dass der Abbau von Überkapazitäten im Markt für Depositionsanlagen weiter voranschreiten würde. Jedoch habe dies auch im dritten Quartal 2013 nicht zu einem spürbaren Anstieg der Nachfrage nach neuen Anlagen von Aixtron geführt, was eine genaue Prognose für Umsatzerlöse und EBIT-Marge immer noch schwierig mache. Das Management geht zumindest davon aus, im vierten Quartal 2013 höhere Umsatzerlöse im Vergleich zum dritten Quartal erzielen zu können. Wie Aixtron am vergangenen Donnerstag bekannt gab, erlöste man im dritten Quartal 46,2 Mio. Euro, was deutlich weniger war als im Vorjahresquartal (62,2 Mio. Euro). Erfreulich allerdings, dass Aixtron im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter dem Strich wieder schwarze Zahlen geschrieben hat - im Vorjahresquartal war dies nicht der Fall. Keine Frage: Aixtron ist effizienter geworden.

Kapitalerhöhung

Wie Aixtron unlängst bekannt gab, habe man beschlossen, eine Kapitalerhöhung von etwa 100 Mio. Euro durchzuführen. Dies entspricht etwa zehn Prozent des Grundkapitals. Der Emissionserlös soll nach Informationen des Unternehmens zur Stärkung der Technologieführerschaft dienen. Dazu will die Gesellschaft gezielt in Technologien zur Herstellung von Hochleistungselektronik, Organischen LEDs (OLEDs) und Anwendungen in der Siliziumhalbleiterindustrie investieren. Zusätzlich soll durch die Kapitalmaßnahme die Bilanz und Liquidität gestärkt werden, was die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft erhöht. Nach Bekanntwerden der Kapitalerhöhung knickte der Kurs zwar erwartungsgemäß ein. Doch die Quartalszahlen überzeugten den Markt, so dass sich die TecDAX-Aktie im zweistelligen Kursbereich behaupten konnte.

Aixtron (1-Jahreschart):

In der Kursregion zwischen 9,60 Euro und 10 Euro bildete die Aktie von Aixtron eine Unterstützungszone.
Diese könnte dem Kurs nun die nötige Rückendeckung geben.

Hoher Rabatt

Der Chart von Aixtron zeigt eine Unterstützungszone zwischen 9,60 Euro und 10 Euro. Das aktuelle Jahrestief wurde im Februar bei 8,82 Euro markiert. Für die Aktie von Aixtron sehen wir aufgrund oben erwähnter Unsicherheiten ein nur begrenztes Kurspotenzial. Mit einem Discount Zertifikat aber können mittelfristig orientierte Anleger eine ordentliche Seitwärtsrendite erzielen. Das Discount Zertifikat mit der WKN TB3CBH ist mit einem Cap bei 10 Euro ausgestattet und hat eine Laufzeit bis zum 19. Dezember 2014. Heißt: Schließt die Aktie von Aixtron am 19. Dezember 2014 auf oder über dem Cap von 10 Euro, so kann man eine Seitwärtsrendite von fast 17 Prozent beziehungsweise von 14 Prozent p.a. erzielen. Der Rabatt auf die Aktie, welchen das Zertifikat bietet, beträgt beachtliche 19 Prozent. Dies wiederum bedeutet: Ein Verlust entsteht erst dann, wenn die Aktie am 19. Dezembe r 2014 unterhalb des Einstiegskurses in das Zertifikat (aktuell: 8,57 Euro) schließt.

Sicherheitspuffer

Attraktive Konditionen bieten derzeit auch Bonus Zertifikate auf Aixtron. Das Bonus Cap Zertifikat mit der WKN UA1B93 ist mit einer Barriere bei 8 Euro und einer Laufzeit bis zum 20. Juni 2014 ausgestattet. Dies bedeutet: Kann sich Aixtron bis einschließlich 20. Juni 2014 zu jeder Zeit über der Barriere von 8 Euro behaupten, lässt sich eine Bonus-Rendite von 16 Prozent bzw. von 24 Prozent p.a. erzielen. Der Bonus-Level, welcher dem Cap entspricht, liegt bei 13 Euro. Der Sicherheitspuffer beträgt 24,5 Prozent. Für eher sicherheitsorientierte Anleger könnte das Bonus Cap Zertifikat mit der WKN BP79GY interessant sein. Dieses läuft ebenfalls bis Juni 2014 und ist mit einer Bonus-Barriere bei 7 Euro ausgestattet, was einem kommoden Sicherheitspuffer von 34 Prozent entspricht. Wird die Barrier e nicht verletzt, beläuft sich die Bonus-Rendite auf 9 Prozent oder annualisierten 13,5 Prozent.



28.10.13 Dieser Artikel wurde 55413mal gelesen.