Die Royal Bank of Scotland hat neue Zertifikate auf Gold emittiert: ein MINI Long-Zertifikat (ISIN DE000AA8DZW5/ WKN AA8DZW), ein MINI Short-Zertifikat (ISIN DE000AA7LEQ7/ WKN AA7LEQ) und ein Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000AA8BAW2/ WKN AA8BAW).

Anleger können nicht nur durch einen physischen Kauf in Form von Barren in Gold investieren, auch mit Wertpapieren ist eine Investition in den als sicher geltenden Rohstoff möglich. Viele dieser Wertpapier wie Gold-ETCs sind zwar mit physischen Gold hinterlegt, Gold-Zertifikate in der Regel aber nicht. Anleger haben somit die Möglichkeit, direkt in Gold zu investieren, ohne über eine eventuelle Lagerung nachdenken zu müssen.

 

Der Kurs der Gold-Zertifikate orientiert sich am aktuellen Goldpreis, d.h. Investoren können an fallenden oder steigenden Goldkursen partizipieren. Sobald die wirtschaftlichen Aussichten schlecht stehen und die Anleger ein Zusammenbruch des Währungssystems befürchten, steigt die Nachfrage nach Gold als Krisenwährung und der Goldpreis steigt somit ebenfalls wie Golddepot.de zu berichten weiß. In den letzten 10 Jahren hat sich der Goldpreis im Zuge der Weltwirtschaftskrise daher verdreifacht.

 

Laut Analysteneinschätzungen habe Gold allerdings in den letzten Tagen an Wert verloren: Vor allem die positiven Wirtschaftsdaten aus den USA, die eine Erholung signalisieren, drücken den Goldkurs. Die Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve lässt eine höhere Inflation und damit steigende Goldpreise unwahrscheinlich werden. Zusätzlich zeichnet sich eine Entspannung im Ukraine-Konflikt ab, wodurch die Nachfrage nach Gold als Krisenwährung sinkt.

 

Die Experten von Goldmann-Sachs bekräftigen eine negative Prognose: Bis Ende des Jahres würde der Goldpreis auf ungefähr 1.060 US-Dollar je Feinunze sinken. Derzeit pendelt der Goldpreis um die 1.300 US-Dollar-Marke. Kommt es allerdings zu weiteren Anschlusskäufen, sei der Weg bis zum April-Hoch bei 1.331 US-Dollar frei. Die Gefahr, dass der Goldpreis nach unten hin wegbricht, bestehe weiterhin. Langfristig betrachtet, könnte es allerdings durch die steigende Nachfrage nach physischen Gold in Indien und China wieder zu steigenden Goldpreisen kommen. Bis zum Jahr 2017 soll laut einer Analyse des World Gold Council die Goldnachfrage Chinas um 20 Prozent steigen.



21.05.14 Dieser Artikel wurde 6598338mal gelesen.